Ein Kreatur unglaublichen Schreckens!
Die alten Filme sind doch die besten oder? :)
Der Blob im Film und in Eve Online haben leider ein wenig gemeinsam, warscheinlich handelt es sich um den Ingame Blob also um eine Artverwandte Spezies, seines Vorgängers aus den Filmen.
Wie sein Vorfahre ist er destruktiv und zersetzend, jedoch hat sich der Blob weiter entwickelt und frisst inzwischen nichtmehr das Fleisch unschuldiger Teenager, sondern befällt nun Server und führt zu immensen Auswirkungen auf dessen Leistung, allgemeinhin auch bekannt als Lag.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, das der Blob in Wahrheit aus einem Gebilde mehrerer dutzend, bis hunderter kleinerer Lebewesen besteht.
Faszinierend an jener Tatsache ist das viele jener Lebewesen oftmals nichtmehr sind wie Drohnen, die blind die Befehle weniger sogenannter Fleetcommanders oder Scouts befolgen, welche offenbar das Gehirn des Blobs bilden.
Ein Blob bildet sich für gewöhnlich, sobald die Gemeinschaft der kleineren Lebewesen eine Gefahr droht oder aber sie Ambitionen hat auf ein neues Revier zu expandieren.
Die dort heimische Gemeinschaft sieht sich dadurch bedroht und findet sich zu einem Blob zusammen, sobald sie von der sich nähernden Bedrohung erfährt.
Doch ist dies der einzigste Grund, wieso sich ein Blob bildet, diese Frage beschäftigt die Wissenschaftler schon lange...
Die Antwortet darauf lautet Nein, dies beweisen jüngste Beobachtungen.
Der Blob bildet sich nicht nur um dem heimischen Blob entgegenwirken zu können, sondern auch um dessen Brutstätten, allgemeinhin auch bekannt als Player Owned Structures oder kurz POS, effecktiv vernichten zu können.
Die POS besitzt eine erstaunliche Robustheit, die es einzelnen Lebewesen so gut wie unmöglich macht für sie eine Gefahr darzustellen, besonders da sie auch über erstklassige Abwehrmassnahmen verfügt, welche selbst grössere Lebewesen innerhalb kürzester Zeit erlegen können.
Ihr einzigster Nachteil besteht darin, das sie ein wenig träge ist und nur langsam reagieren kann, was kleineren Lebewesen oftmals die Chance zur Flucht ermöglicht.
Ebend jene POS Gebilde sind es also, welche die Notwendigkeit auferlegen das sich ein Blob formiert, um der POS gefährlich werden zu können und einem verteidigenden Blob.
Wie kann man den Blob an seiner Entstehung hindern?
Eine oftmals diskutierte Frage, auf die es warscheinlich viele Antworten gibt, die Frage jedoch welche die Richtige ist, ist bis heute noch ungeklärt.
Ein möglicher Ansatz dazu wären, das die POS Gebilde einer genaueren Betrachtung bedürfen, sowohl in ihrer Funktion, wie auch in ihren Verteidigungsmöglichkeiten.
Natürlich sollte es nicht zu einfach sein ein System zu erobern, damit Systeme nicht in einem 24 Stundenrythmus den Besitzer wechseln.
Ideen dazu gab es bereits viele, von einer Art Lufthoheit durch das besetzen der Gates oder durch deutlich mehr Schiffen/Kills in einem System, wie der Gegner.
Keines der Systeme, über die ich bisher etwas gelesen habe, konnte mich vollends überzeugen, andererseits boten sie jedoch teilweise auch interessante Ansätze.
Ich habe diese Ansätze verfolgt, sie in Gedanken weiter entwickelt, irgendwann jedoch habe ich die meisten einfach über Bord geworfen, da sie entweder leicht zu exploiten waren oder aber die Situation nicht wirklich ändern würden.
Also habe ich mir nochmal das gegenwärtige POS System genauer angesehn und kam zu dem Entschluss das die Art und Weise wie das System funktioniert, im Prinzip zumindest, in Ordnung ist, es muss nur modifiziert werden.
Derzeit gliedern sich die POSes durch ihre Grösse und ihre Funktion auf, grob gesagt in militärische POSes und wirtschaftliche POSes.
Irgendwann stellte sich mir die einfache Frage: “Wieso eigendlich nehmen wir diesselben POS Typen, für die unterschiedlichen Aufgaben und definieren eine POS nur durch ihre Ausrüstung und ihre Grösse?”
Würde man POSes generell in Industrielle und Militärische Varianten unterscheiden, könnte man beide Typen separat handhaben.
Der grosse Unterschied zwischen den beiden, in Hinblick auf Kriege wäre, das die Industrielle Variante nicht in der Lage ist ein Gebiet zu claimen, die Militärische jedoch nur dies kann.
Um die Wichtigkeit einer militärischen POS zu symbolisieren wird jene nicht über Monden stationiert, sondern im Orbit von Planeten.
Dies würde nur einige wenige POSes für militärische Operationen wichtig machen, wirtschaftliche POSes wären natürlich ein wirtschaftlicher Schaden, würden sie vernichtet, jedoch nicht das Gebiet selbst gefährden.
Dies allein würde natürlich nicht die Bildung eines Blobs verhindern, dafür sind weitere Änderungen notwendig.
Waffen, Hitpoints und andere Spielereien benötigen ebenfalls einer Überarbeitung.
Die Hitpoints der POSes sind das grösste Problem, ein grosser Amarr Tower besitzt schon von Haus aus 35.000.000 Hitpoints und ist der grosse Tower der am wenigsten HP hat. (Faction ausser Acht gelassen, das wollte ich nicht auch noch nachforschen müssen ;))
Allein diese Zahl besagt schon das man eine grosse Anzahl an Schiffen benötigt um sie effecktiv bekämpfen zu können, eine Reduzierung auf 10-12 Millionen Trefferpunkte würde immer noch Arbeit bedeuten, aber deutlich weniger.
Womit das zweite Probleme in Kraft tritt: POSes schiessen zurück und das tut mächtig weh.
Also ist es ebenfalls wichtig das man ihre Module überarbeitet.
Weniger Schaden, aber eine schnellere Aufschaltzeit könnten eine POS noch immer wehrhaft sein lassen, jedoch Blobs nicht notwendig werden lassen.
Alles in allem würde dies eine POS natürlich deutlicher schwächer machen, wie sie denn heute ist, jedoch wäre dies ein Schritt in der Bekämpfung von Blobs.
Ich sage extra das es nur ein Schritt wäre, denn da das System derzeit eher Blobs erfordert, gibt es an vielen Ecken Arbeit, die verrichtet werden müsste.
Schritte die ich ebenfalls in weiteren Blogs behandeln will, darunter Themen wie:
Corps und Allianzen
Versicherungen
Schiffe (sub Capital)
Captials
6 Kommentare:
Wenn die Pos schwächer gemacht würde, würden die Blobs dann wirklich kleiner werden?
Man muss doch nach wie vor mit einem verteidigenden Blob rechnen, daher: je mehr man zum Angriff aufbieten kann, desto mehr würde auch aufgeboten werden. Warum sollte der Angreifer ein Risiko eingehen?
Ich glaube nicht, dass sich freiweillig irgendetwas an dieser "Je-größer-desto-Besser"- Einstellung ändern wird. Auf Selbstdisziplin würd ich auch nicht zählen.
Wenn sich irgendetwas ändern soll, muss es knallharte technische Begrenzungen geben, die die Leute zwingen, ihre Einheiten-Ballungen zu reduzieren.
Ich habe im Forum gelesen, dass den Nodes individuell automatisiert mehr Leistung zugeordnet werden kann, wenn der Bedarf in Form der Spielerdichte auftritt - allerdings erfolgt diese Aktualisierung erst nach der Downtime.
Wenn man Blobs nun ab einer Fleet-Größe von 100 Schiffen (oder 4 Fleets a 25 oder 5 Fleets a 20 usw. - sobald die Summe halt insgesamt 100 überschreitet) definieren würde...die ein System betreten, aber innerhalb zweier Downtime-Zyklen NICHT mehr verlassen.
Spinnen wir mal diesen Faden weiter.
Definierte Blobs einer oder mehrerer "Nicht-die-Souvereignität-haltenden-Corp" treten also ein UND halten sich in einem System weiterhin auf. (Kann CCP das auslesen?)
Dann müsste eine Angriffssperre aller militärischen Possen in diesem System für zwei Downtimes eintreten.
Warum zwei? Nach der ersten Downtime wird die Node, auf der dieses System liegt, automatisch in der Performance angehoben.
Damit können alle Krieger darauf flüssig spielen, aber würde die Pos jetzt schon angreifbar sein, würden die Angreifer erst kurz vor der ersten Downtime überraschend einfliegen, könnten gleich nach der Downtime loslegen und alles wäre wie bisher. So aber haben die Verteidiger ihrerseits aber auch die Angreifer noch Zeit, eine Verteidigungsflotte bzw. noch mehr Angriffs-Schiffe ins System zu bringen - wieviel, bleibt jedermanns Manpower überlassen.
Danach hat jeder soviel Schiffe im System, wie man in mind. 23h zusammenbekommen kann - mehr hätte man so oder so nicht besorgen können. Nach der zweiten Downtime wird die Node wieder optimiert und danach kann der Pos-Schutz aufgehoben und die Schlacht begonnen werden. Alle Teilnehmer haben einen flüssigen kampf vor sich.
Beschossen werden darf die Pos nur von Playern, die schon in der Downtime davor im System waren. Während eines Pos-beschusses gibt es Einflugverbot für alle, allerdings kein Ausflugverbot. Verteidiger, Angreifer und Durchreisende dürfen nur einfliegen, wenn entsprechend zahlenmäßig Schiffe das System verlassen haben/Piloten gestorben sind. Somit ist die Flüssigkeit weiterhin gewährt.
Hm, ganz schön kompliziert.
;-)
Ok, wahrscheinlich nicht praktikabel...und ne Menge unlogischer Denkfehler :-/
Sorry Leute, aber ich kann mich euch beiden nicht anschließen. Das was ihr da schreibt würde in der Praxis nicht Funktionieren.
freisiedler,
Vor der Downtime eine Flotte einfliegen? Wo bleibt der Überraschungsmoment? Das würde Kämpfe auf die Zeit kurz nach der DT einschränken, und Einschränkungen sind nicht EVE's Natur.
Die DT dient der Serverwartung und sollte nicht als Spielmechanik angesehen werden, denn das ist sie nicht!
Zum Main Post von Yarashas,
Du hast noch nicht viel 0.0 Warfare erlebt oder? Sei mir nicht böse, aber so wie du es schreibst sollte es NICHT gemacht werden.
POSes sind Hart zu knacken, ja! Aber wozu gibt es Dreadnoughts? Sie wurden nur zur Zerstörung der POS'es erschaffen. BS sollten normalerweise nur der Absicherung dienen.
Und in größeren Allys tun sie das auch. Sie stehen neben den Dreadnougts und leisten Feuerunterstützung, sichern gegen Feindliche Gegenangriffe ab.
POS-Warfare die durch Schlachtschiffe entschieden wird wäre das letzte, dann würde es sich einfach nicht lohnen Gebiete zu besetzen.
Derzeit kostet eine POS mehrere Milliarden. Nur der Bau! Dann noch der Sprit den diese Biester fressen! Mehrere Milliarden steckt man rein, nur damit sie nacher von ein paar BS in einer Stunde abgerissen wird? Naaaaaa, besser nicht...
Wer mir jetz sagt das die Vorstellung nicht realistisch ist, dass 150 BS eine POS in einer Stunde abknallen, der hat kein POS-Warfare mitgemacht.
Ich war selber dabei wie wir mit knapp 150 Leuten, darunter etwa 100 BS eine POS in 4 Stunden Platt gemacht haben, nicht nur Armor und Shield, sondern auch Structure (Sie hatte kein Strontium drinn, rawr!).
Wenn man die Hitpoints so drastische bescheidet wie beschrieben dann wird das in einer Stunde erledigt sein.
Es würde Blobs eher fördern.
Auf ein "Hey Leute lasst mal schnelle ne POS bashen" würden mehr Piloten eingehen als auf ein "Wir bereiten gerade eine Flotte zum POS bashen vor" wie es derzeit ist.
Den derzeit benötigt man intensive Vorbereitungen um eine gute Flotte zu haben, abgesichert zu sein und Dreadnoughts einspringen zu lassen.
ABER: Zu guter letzt muss ich sagen das der POST sehr gut geschrieben ist! Super geschrieben und das Video ist auch mal geil xD
Sieh das nicht als versuch der Vernichtenden Kritik, das ist lediglich meine Meinung ;)
Ich denke, es gibt nicht eine Lösung dafür sondern das Problem muss von mehreren Seiten angegangen werden.
Folgendes in Kombination wäre denkbar:
- Beschränkung der Flottengrößen nach Punkten pro Schiff
- server-optimierte Sprungfunktion für ganze Flotten
- Einführung eines neuen Waffentyps, dessen Wirkung mit Größe der gegnerischen Flotte exponentiell wächst (ist die Flotte unterhalb einer bestimmten Größe, ist sie fast wirkungslos).
- Einführung von Capture-the-Flag-Systemen deren Performance entsprechend optimiert ist sowie evtl. ein zeitgleiches Capturing in verschiedenen Systemen notwendig.
- damit verbunden stärkere Abhängigkeit der Verteidungsstärke von POSes im Verhältnis zum Sov-Level (d.h. ab einem bestimmten Level muss Capturing zwingend erforderlich sein)
Den neuen Waffentyp würde ich ergänzen um "...UND dessen Wirkung fällt mit der Größe der eigenen Flotte", sonst stellen die Verteidiger einfach ihrerseits einen Blob hin, die Angreifer dürfen aber nicht blobben, weil diese Superwaffe sie sonst zu stark zerbröselt. Wären die Verteidiger immer im Vorteil.
So aber werden beide Parteien nur mit den allernotwendigsten Kräften auftauchen, denn ein mehr würde für beide(!) einen Nachteil bedeuten. Und bei Verlusten werden "draußen" wartende Truppen allmählich nachgeführt.
Der Effekt: zumindest im Kampfsystem gibt es keine Blobs mehr. Eine sehr interessante Idee.
Nur muss man diese eigenartig funktionierende Waffe RP-mäßig sinnig verkaufen können.
Ein zeitgleiches Capturing in verschiedenen Systemen - finde ich auch einer Überlegung wert. Man kann System A nur erobern, wenn man die Possen parallel in B (oder/und C) mit runterschießt.
Der Angreifer wäre zur Aufteilung seiner Truppen gezwungen. Das ist erstmal soweit gut.
Der Verteidiger auch? Nö, der kann blobben, denn er braucht ja dann nur eines der Systeme halten, dann sind die anderen Nachbarsysteme automatisch sicher, oder versteh ich da was falsch?
Zum Waffentyp:
Och, RP-technisch kein Problem - man könnte es mit "Subraum-Störungen" und blabla erklären. Um zu verhindern, dass eine Minigruppe einen Blob aus dem Space ballern kann, ist halt die Energie von einer Mindestanzahl an Schiffen notwendig.
Aber ich finde definitiv das Capture-the Flag besser.
Zum "Capture-the-flag":
Nun es gäbe da verschiedene Ansätze und Spielvarianten: z.B. könnten 3 von 6 Punkten ausreichen, damit die Sov fällt; je mehr desto schneller fällt sie. Und ich würde das nicht auf ein System beziehen sondern die Eroberung auf eine gesamte Konstellation. Das RTS hatte ein ähnliches Spielprinzip, es gab verschiedene taktische Punkte auf der Map an gewissermaßen exponierten Stellen.
RP-technisch könnten das in EVE z.B. Kommunikationszentren (Outposts) oder bestimmte Gates sein.
Folge: verliert der Verteidiger die Sov bzw. sinkt diese, hat der Angreifer zunehmend Vorteile beim Angriff aus POSes (diese werden dann schwächer).
Interessanterweise sind ja durch den Faction War ganz ähnliche Prinzipien bereits in EVE integriert.
Freisiedler (der keine Ahnung vom Bloggen und den Anmeldemysteríen hat) hat gesagt:
Damit wurde nun der Ansatz der Systembegrenzung spontan von CCP aufgegriffen - und sei es nur als "vorübergehende" Lösung:
http://www.eve-online.de/forum/showthread.php?t=16687
Es muss übel aussehen, wenn sie schon derart dramatisch eingreifen müssen.
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